Seltener Einblick in die Schalträume der BTU Cottbus-Senftenberg – für das Ingenieurbüro ASCORI gehören Arbeiten an der Energietechnik zu den Hauptaufgabengebieten.

So geht Klimarettung vor der eigenen Haustür

Das Klima retten – das können junge Menschen wie du direkt vor der Haustür. Dabei reden wir nicht davon, den Müll in die richtige Tonne zu werfen, das Fahrrad anstelle des Autos zu benutzen oder an Demonstrationen teilzunehmen. Als Mitarbeiter der ASCORI GmbH & Co. KG – einem in der Cottbuser Bahnhofstraße ansässigen Ingenieurbüro – geht es um Ressourcenschonung in einer viel größeren Dimension. Ihren Impact bemerken BTU-Studis sogar, wenn sie auf dem Campus einen genauen Blick auf die Energieversorgung werfen.

Intelligente Campus-Stromversorgung
Auf dem Cottbuser Zentralcampus entwickelte der Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik (LS EVH) bereits ein MicroGrid, in dem der sektorübergreifende Verbundbetrieb mit Strom, Wärme, Kälte und Gas erprobt wird. ASCORI setzte hier den energietechnischen Umbau samt intelligentem Stromnetz, Photovoltaikanlage und Blockheizkraftwerk um. Auch bei der Anbindung des BTU-eigenen Ladesäulenparks für Elektroautos mischte das Ingenieurbüro mit.

Der Weg zur grünen BTU
Parallel arbeitet ASCORI auch an den Plänen für die energetische Zukunft der BTU. In einer durch den LS EVH initiierten Konzeptstudie legte das Unternehmen dar, wie der Zentralcampus zu einem klimaneutralen SmartCampus evolviert werden kann. ASCORI machte aus, an welchen Standorten weitere Photovoltaikanlagen gesetzt werden können und wo die passenden Standorte für Batteriespeicher sind. Wie die Berechnungen des Ingenieurbüros zeigen, kann mit einer Spitzenleistung von 2 installierten Megawatt phasenweise sogar mehr Energie als für den Betrieb des Zentralcampus nötig produziert werden. Zur Verarbeitung dieser Energieüberschüsse ist eine automatische Regelung von Erzeugungsanlagen und Abnehmern vonnöten.

Luftaufnahme vom BTU-Zentralcampus: An diesen Stellen könnten PV-Anlagen entstehen.
Jede der vier Farben markiert eine Ausbaustufe von je 500 Kilowatt Spitzenleistung.

Vom Ingenieur zum Energiewandel-Ideengeber
Verfasser dieser Studie war mit David Wagner ein 33-jähriger Finsterwalder, der selbst einmal an der BTU Cottbus-Senftenberg studiert hat. Auf seinen Bachelor in Elektrotechnik in 2017 folgte der Master mit einem Schwerpunkt auf Energiesystemen und dezentraler Energieversorgung. Er konnte nun bei ASCORI die Verantwortung dafür tragen, den Weg hin zu einem klimaneutralen Campus zu konzeptionieren. Profitiert hat er dabei vom Esprit vieler junger Mitarbeiter in Kombination mit der Kompetenz und dem Wissen sehr erfahrener Leistungsträger.

Die Chance, etwas zu bewirken
Dieser Weg hin zu einem Ideengeber für den Energiewandel vor Ort steht auch anderen jungen Menschen offen, die an der BTU ingenieurtechnische Themen studieren. Informationen zu Praktika und Nebenjobs, zur Begleitung einer Abschlussarbeit oder zum direkten Berufseinstieg findest du unter:

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